Sich kurz und knackig präsentieren

Es gibt viele Situationen, bei denen man gefragt wird, wer man sei und was man so mache. Im Normalfall führt diese Frage zu einer mehr oder weniger langweiligen, sachlichen Kurzinformation.

Das ist schade, weil wir dadurch mögliche Chancen brach liegen lassen. Wer weiß, wen die fragende Person noch so alles kennt und was alles passieren könnte, wenn wir in ihrem Gedächtnis haften bleiben?

Es kann also durchaus lohnenswert sein, sich einmal gezielt darüber Gedanken zu machen, wie man sich selbst oder die eigene Firma kurz und knackig in 60 Sekunden präsentieren kann. Modern ausgedrückt hieße das, den eigenen “Elevator Pitch” (wörtlich übersetzt: Verkaufsgespräch im Aufzug) zu entwickeln.

60 Sekunden sind kurz. Das macht das Ganze zu einer großen Herausforderung. Vom Aufbau her kann die Kurzpräsentation in etwa so aussehen:

  1. Einleitung
    (z.B. Name und Berufsfeld)
  2. Neugier wecken und Spannung aufbauen
    (z.B. bildhaft, anschaulich den Leidensdruck ansprechen)
  3. Lösung bieten und Spannung auflösen
    (z.B. besondere Stärke / einzigartiger Lösungsansatz)
  4. Anker und Folgeimpuls setzen
    (z.B. Teilnahme an kostenlosem Mini-Onlinetraining, Zusendung eines selbst verfassten Fachartikels)

Dabei gilt es folgendes zu beachten:

  • Mit dem Herzen dabei sein. Überzeugend wirkt nur jemand, der hinter dem steht, was er erzählt.
  • Eine Form wählen, die zur eigenen Persönlichkeit passt.
  • Transparent machen, was anders als bei anderen ist.
  • Überlegen, welche Informationen für welche Zielgruppe besonders interessant sind. Eventuell verschiedene Versionen entwickeln.
  • Sicht des Gegenübers einnehmen. Was ist für ihn besonders wichtig, relevant und ein Vorteil?
  • Einfach zu verstehende Sprache wählen: kurze Sätze, Fachbegriffe vermeiden.
  • Möglichst bildhaft sprechen und positive Assoziationen wecken.
  • Beim eigenen Sprachstil bleiben, damit es natürlich wirkt.
  • Das Herz des Gegenübers ansprechen. Sympathie ist mindestens genauso entscheidend wie harte Zahlen und Fakten.
  • Nicht zu viel in die kurze Zeit packen. Zu viele Informationen verwirren eher, erst recht, wenn dazu noch schnell und ohne Pausen gesprochen wird.
  • Je nachdem, wie viel Ihr Gegenüber verdauen kann, mehr oder weniger Informationsbrocken geben. Dafür ist es hilfreich, kleine, kombinierbare “Informationsmodule” zu entwickeln.
  • Den Kurzvortrag üben. Am besten mit guten Freunden, die auch gleich noch Feedback geben können.

Haben Sie eine guten “Elevator Pitch” hingelegt, ist schon eine große Hürde genommen. Einerseits wissen nun vermutlich beide Seiten, ob sie überhaupt “füreinander bestimmt” sind. Andererseits haben Sie im günstigen Fall, Interesse geweckt und das eigentliche Gespräch kann beginnen. Damit hier kein peinliches Loch entsteht, sollte auch dies im Vorwege durchdacht und geplant werden. ;-)

Wenn Sie gute Beispiele kennen oder selbst eine Kurzpräsentation entworfen haben, dürfen Sie sie gern hier vorstellen!

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