Monatsarchiv für September 2007

Nie wieder einen Geburtstag vergessen

28. September 2007

Für alle, die Firefox oder Thunderbird nutzen, ersetzt das Plug-In ReminderFox kostenlos die Sekretärin - allerdings nur in Bezug auf das Erinnern an Termine und To Do’s. Wer aber schon mal einen wichtigen Geburtstag oder gar den eigenen Hochzeitstag verschwitzt hat, weiß wie nützlich so eine kleine Erinnerung sein kann. ;-)

Dieser Tipp kommt übrigens aus dem ToolBlog von Stephan List und hat mich daran erinnert, dass ich das Tool eigentlich schon längst mal in Thunderbird ausprobieren wollte. ;-)

Nachdem ich von TheBat (E-Mailprogramm mit automatisch integrierter Erinnerungsfunktion) zu Thunderbird (kostenloses E-Mailprogramm) gewechselt war, habe ich nämlich genau diese Erinnerungen sehr vermisst…

TheBat bietet einem außerdem dann gleich noch per Klick an, eine E-Mail aus einer vorher erstellten Vorlage zu nutzen und diese an das Geburtstagskind zu versenden. Mich hat diese “Aufforderung” meist dazu gebracht, dass ich die Geburtstagsgrüße gleich verfasst habe und sie nicht im Laufe des Tages doch noch untergegangen sind.

Wissen wer anruft

26. September 2007

Nun werden sicherlich viele denken: “Natürlich weiß ich, wer anruft - steht doch auf dem Display meines Telefons.”

Bezogen auf mein Mobiltelefon stimme ich Ihnen da absolut zu.

Bei meinem Festnetztelefon sieht das allerdings etwas anders aus. Das Display zeigt zwar den Anrufer an, aber das sehr klein und in einem ungünstigen Winkel, der auf den ersten Blick schwer abzulesen ist.

Da mein Rechner meistens an ist, sorgt bei mir der kostenlose PowerISDNMonitor seit Jahren für eine gute Lösung dieses “Problems”. Alle Anrufe werden auf dem Monitor angezeigt. So erkenne ich schnell, ob die private oder die Geschäftsleitung klingelt sowie wer dran ist.

Neben Namen kann man sogar noch Fotos zuordnen. Außerdem gibt es diverse Statistikfunktionen.

Voraussetzung, damit das Programm läuft, sind eine ISDN-Karte, ein ISDN-Modem oder eine AVM Fritz!Box Fon mit Anschluss an den PC. Neben der Windows Version wird auch noch eine Linux Version angeboten.

Macht Entspannung glücklich?

25. September 2007

Nun, ganz so einfach ist der Zusammenhang vermutlich nicht. Aber: Entspannungsverfahren wirken sich durchaus sehr positiv auf unser Wohlbefinden aus.

Kurzfristig führen sie dazu, dass man sich wieder frischer und ausgeruhter fühlt. Das Denken wird freier von Bewertungen und vorhandene Denkblockaden können sich auflösen.

Langfristig bewirkt ein regelmäßiges Entspannungstraining, dass sich unsere Einstellung, unser Erleben und unser Verhalten ändert. Dazu gehören u.a. der bewusstere, sorgsamere Umgang mit sich selbst, das Umgehen von Stresssituationen, die Erhöhung der Stresstoleranz und die Steigerung der seelisch-körperlichen http://ukrainian-womens.com Fitness.

Je nach individuellen Vorlieben und Anwendungsgebiet sind bestimmte Verfahren geeigneter als andere. Für Einsteiger sind z.B. Progressive Muskelentspannung und Traumreisen meist leichter zu erlernen als Meditation und Autogenes Training.

Um Ihnen den Überblick etwas zu erleichtern, werde ich hier im Blog nach und nach einige Entspannungsverfahren mit ihren Vor- und Nachteilen ausführlicher vorstellen. Was Ihnen selbst besonders liegt, finden Sie schnell heraus, wenn Sie sich einfach mal Entspannungs-CDs bei Freunden oder in der Bücherhalle auszuleihen und zu testen.

Kein wirkliches Entspannungsverfahren, aber ein schönes Beispiel, wie man sich mit Bildern und Musik “schnell mal zwischendurch” entspannen kann, ist dieses YouTube Video:

Kurzpräsentation per Elevator Pitch (Nachtrag)

24. September 2007

Auf YouTube habe ich folgenden Elevator Pitch zum Thema Elevator Pitch gefunden. ;-)

Für alle, die englisch nicht abschreckt, lohnt sich meiner Meinung nach ein Blick darauf.

Sich kurz und knackig präsentieren

21. September 2007

Es gibt viele Situationen, bei denen man gefragt wird, wer man sei und was man so mache. Im Normalfall führt diese Frage zu einer mehr oder weniger langweiligen, sachlichen Kurzinformation.

Das ist schade, weil wir dadurch mögliche Chancen brach liegen lassen. Wer weiß, wen die fragende Person noch so alles kennt und was alles passieren könnte, wenn wir in ihrem Gedächtnis haften bleiben?

Es kann also durchaus lohnenswert sein, sich einmal gezielt darüber Gedanken zu machen, wie man sich selbst oder die eigene Firma kurz und knackig in 60 Sekunden präsentieren kann. Modern ausgedrückt hieße das, den eigenen “Elevator Pitch” (wörtlich übersetzt: Verkaufsgespräch im Aufzug) zu entwickeln.

60 Sekunden sind kurz. Das macht das Ganze zu einer großen Herausforderung. Vom Aufbau her kann die Kurzpräsentation in etwa so aussehen:

  1. Einleitung
    (z.B. Name und Berufsfeld)
  2. Neugier wecken und Spannung aufbauen
    (z.B. bildhaft, anschaulich den Leidensdruck ansprechen)
  3. Lösung bieten und Spannung auflösen
    (z.B. besondere Stärke / einzigartiger Lösungsansatz)
  4. Anker und Folgeimpuls setzen
    (z.B. Teilnahme an kostenlosem Mini-Onlinetraining, Zusendung eines selbst verfassten Fachartikels)

Dabei gilt es folgendes zu beachten:

  • Mit dem Herzen dabei sein. Überzeugend wirkt nur jemand, der hinter dem steht, was er erzählt.
  • Eine Form wählen, die zur eigenen Persönlichkeit passt.
  • Transparent machen, was anders als bei anderen ist.
  • Überlegen, welche Informationen für welche Zielgruppe besonders interessant sind. Eventuell verschiedene Versionen entwickeln.
  • Sicht des Gegenübers einnehmen. Was ist für ihn besonders wichtig, relevant und ein Vorteil?
  • Einfach zu verstehende Sprache wählen: kurze Sätze, Fachbegriffe vermeiden.
  • Möglichst bildhaft sprechen und positive Assoziationen wecken.
  • Beim eigenen Sprachstil bleiben, damit es natürlich wirkt.
  • Das Herz des Gegenübers ansprechen. Sympathie ist mindestens genauso entscheidend wie harte Zahlen und Fakten.
  • Nicht zu viel in die kurze Zeit packen. Zu viele Informationen verwirren eher, erst recht, wenn dazu noch schnell und ohne Pausen gesprochen wird.
  • Je nachdem, wie viel Ihr Gegenüber verdauen kann, mehr oder weniger Informationsbrocken geben. Dafür ist es hilfreich, kleine, kombinierbare “Informationsmodule” zu entwickeln.
  • Den Kurzvortrag üben. Am besten mit guten Freunden, die auch gleich noch Feedback geben können.

Haben Sie eine guten “Elevator Pitch” hingelegt, ist schon eine große Hürde genommen. Einerseits wissen nun vermutlich beide Seiten, ob sie überhaupt “füreinander bestimmt” sind. Andererseits haben Sie im günstigen Fall, Interesse geweckt und das eigentliche Gespräch kann beginnen. Damit hier kein peinliches Loch entsteht, sollte auch dies im Vorwege durchdacht und geplant werden. ;-)

Wenn Sie gute Beispiele kennen oder selbst eine Kurzpräsentation entworfen haben, dürfen Sie sie gern hier vorstellen!

Gute Vorsätze verwirklichen statt Schweinehund gewinnen lassen

20. September 2007

Vermutlich hat sich fast jeder schon einmal etwas vorgenommen, das dann nach anfänglicher Begeisterung im Alltag nach und nach versandet ist.

Beispiele dafür sind regelmäßig zum Sport gehen, Entspannungsübungen machen oder Beiträge für ein Weblog schreiben.

Damit in Zukunft Ihre guten Vorsätze bessere Karten haben und Ihr innerer Schweinehund häufiger mal verliert, habe ich ein paar Tipps zusammengetragen:

  1. Überlegen Sie sich noch einmal genau, welchen Nutzen Sie aus der Umsetzung Ihrer Vorsätze ziehen können. Welche Vorteile bringt es Ihnen z.B. regelmäßig Sport zu treiben. Halten Sie sich diese Vorteile anschließend möglichst bildhaft vor Augen. Spüren Sie also beispielsweise genau hinein, wie es ist, sich wieder gesünder und beweglicher zu fühlen und was das auch für Ihr geistiges Wohlempfinden bedeutet.
  2. Planen Sie das Vorhaben fest in Ihren Alltagsablauf ein. So gewöhnt man sich schneller daran und kommt nicht auf die Idee, dass man es ja auch noch später am Tag tun könnte. Eine Freundin von mir macht Ihre Entspannungsübung z.B. jeden Tag um 18 Uhr.
  3. Seien Sie realistisch mit dem, was Sie sich vornehmen. Lieber anfangs den Anspruch an sich selbst niedrig setzen. So ist es leichter erfolgreich zu sein und Erfolg spornt an. Misserfolge demotivieren hingegen.
  4. Schließen Sie wetten ab oder machen einen Wettkampf mit einem Freund daraus. Damit sichern Sie sich einen zusätzlichen Motivationsschub bzw. Anreiz von außen. ;-)
  5. Belohnen Sie sich für das, was Sie geschafft haben. Erfolge feiern macht nicht nur Spaß, sondern gibt auch noch einen neuen Motivationskick.
  6. Lassen Sie sich nicht von Ausnahmen verführen. Zu viele Ausnahmen machen, führt leider schnell dazu, dass das Vorhaben scheitert.
  7. Wenn Sie keine Lust mehr auf das Umsetzen Ihrer guten Vorsätze haben, überlegen Sie sich, woran dies liegen könnte. Lässt sich die Ursache beheben? Oder wäre ein leicht verändertes Vorhaben leichter für Sie umzusetzen? Beispielsweise wäre regelmäßig joggen gehen für mich die Hölle. Regelmäßig Inlineskaten würde mir aber sehr viel Spaß machen.

Diese Liste ist mit Sicherheit nicht komplett. Weitere Vorschläge nehme ich gern entgegen. ;-)

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Überlisten Ihres inneren Schweinehundes!

Entwicklungspotentiale finden

19. September 2007

Stärken sind etwas Feines, doch wenn wir richtig vorankommen wollen, sollten wir uns auch mit den Bereichen beschäftigen, in denen wir uns noch weiterentwickeln können.

Doch wo liegen unsere größten Entwicklungspotentiale verborgen? Oftmals verstecken sie sich hinter unseren Stärken. Wie das, fragen Sie sich nun vielleicht?

Was ich meine, lässt sich am leichtesten mit dem von Helwig 1967 entworfenen Werte- und Entwicklungsquadrat erklären:

Helwig geht davon aus, dass jede Tugend einen “Gegenspieler” benötigt, um im Gleichgewicht zu bleiben. Hat sie diesen nicht, wird es “zu viel des Guten” (um einmal eine Lieblingsredewendung von Schulz von Thun zu bemühen ;-) ).

Ist zum Beispiel die Stärke eines Trainers, dass er viel Struktur bietet, ist soweit noch alles in Ordnung. Fehlt ihm aber dabei die Fähigkeit, flexibel auf die Situation einzugehen, wird es zu viel Struktur. Das Seminar wird starr und der Fluss kommt ins Stocken.

Eine Entwicklungsrichtung für diesen Trainer wäre also flexibler zu werden und mehr auf das zu achten, was in der jeweiligen Situation gerade wichtig und nötig ist.

wertequadrat

Dabei sollte er aber seine ursprüngliche Stärke - also die Struktur - nicht aufgeben. Andernfalls würde er sich in Zukunft im Seminar nur noch von vorhandenen Impulsen steuern lassen und dabei sein Ziel aus den Augen verlieren.

Es ist also in etwa mit einem Ying Yang Zeichen zu vergleichen, das nur ganz und schön ist, wenn beide Seiten ausgeglichen sind.

In der Praxis ist es häufig so, dass wir, wenn wir etwas ganz besonders gut können, eine Tendenz dazu haben, den “Gegenspieler” stiefmütterlich zu behandeln. Der “Gegenspieler” versteckt sich sozusagen hinter unserer größten Stärke. Er steht also in ihrem Schatten.

Wen Sie Lust haben, schauen Sie doch einfach mal bei Ihren Stärken, ob da nicht vielleicht jemand hinter steckt, den Sie aus seinem Schattendasein erlösen können!

Eigene Stärken und Werte erkennen (2)

17. September 2007

Eine andere Strategie bei der Suche nach den eigenen Stärken und Werten ist, die Blickrichtung zu wechseln.

Schlüpfen Sie doch einfach mal in Rolle eines guten Freundes, einer Kollegin oder eines Sportkameraden. Was sind aus deren Sicht Ihre Stärken? Wofür schätzen die Sie?

Wenn Sie Lust haben, können Sie “in den Schuhen der anderen” auch laut über sich erzählen. Am leichtesten und lustigsten ist diese Übung zu zweit, da einer dann mitschreiben und nachbohren kann.

Wer die anderen später fragt, was sie tatsächlich denken, hat außerdem noch die Chance zu prüfen, ob die eigene Einschätzung und das Fremdbild übereinstimmen.

Eigene Stärken und Werte erkennen

14. September 2007

In einem Seminar habe ich einmal an folgendem kleinen “Experiment” teilgenommen:

Wir wurden gebeten uns bis zum nächsten Tag 5 reale oder fiktive Personen auszusuchen, die für uns in mindestens einer ihrer Eigenschaften ein Vorbild sind. Außerdem sollten wir notieren, welche Eigenschaft es ist, die wir an dieser Person bewundern.

Wenn Sie Lust haben, auch einmal dieses Experiment mitzumachen, dann sollten Sie hier jetzt aufhören zu lesen und sich zunächst Ihre persönlichen Vorbilder und deren besondere Eigenschaften überlegen. Den Begriff “Vorbild” können Sie dabei ruhig relativ locker definieren - es müssen also keine Personen sein, die für Sie in Ihrer gesamten Persönlichkeit ein Vorbild sind. Wenn Sie damit fertig sind, können Sie weiter lesen.

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Am nächsten Tag haben alle Ihre Vorbilder inklusive Eigenschaften den anderen vorgestellt. Als alle fertig waren, meinte der Trainer zu uns, dass dies die Eigenschaften seien, die uns persönlich ausmachten und die auch unseren inneren Werten entsprächen. Es war wirklich verblüffend, wie zutreffend einem das bei den anderen Teilnehmern vorkam. An den Gedanken, dass es auch bei einem selbst stimmt, mussten sich viele - ich inklusive - allerdings erst noch eine Runde gewöhnen. ;-)

Falls Sie sich nun neugierig sein sollten, welche Vorbilder ich mir ausgesucht hatte, ist hier die “Auflösung” (an Nummer 5 erinnere ich mich leider nicht mehr):

  • Momo, weil sie so gut zuhören kann
  • Pipi Langstumpf, weil sie sich von künstlichen Grenzen nicht beirren lässt
  • Die Möwe Jonathan, weil sie ihren eigenen Weg sucht und sich ständig weiterentwickeln möchte
  • Der kleine Prinz, weil er mit dem Herzen sieht

Und ja, ich hatte es eher mit den fiktiven als den realen Personen, da ich mit dem Begriff “Vorbild” damals nicht so viel anfangen konnte. ;-)

Später habe ich übrigens noch eine Abwandlung der Methode kennengelernt. Dabei sollte man sich 5 Personen aussuchen, die man überhaupt nicht mag und sagen, warum man sie nicht mag.

Die so gefundenen negativen Eigenschaften (z.B. “unzuverlässig”) wurden dann ins Positive umgekehrt (z.B. “zuverlässig”). Diese positiven Eigenschaften entsprachen dann den eigenen Stärken und Werten.

Was ist wahr und wirklich?

13. September 2007

Jeden Tag reagieren wir immer wieder auf neue und bekannte Situationen. Doch wie kommt unsere Reaktion eigentlich zustande?

Albert Ellis - ein US-amerikanischer Psychologe und Therapeut - war der Meinung, dass unsere Sichtweise oftmals fälschlicherweise verkürzt ist: wir nehmen an, dass wir vom aktivierenden Ereignis (A = activating event) direkt zu unseren emotionalen oder verhaltensmäßigen Konsequenzen (c = consequences) kommen.

Tatsächlich liegt aber noch ein Schritt dazwischen. Dies sind unsere Gedanken, Gefühle und Bewertungen (b = belief system).

Stellen Sie sich vor, eine gute Freundin hat sich schon über 2 Monate nicht mehr bei Ihnen gemeldet. Dies ist sozusagen das “activating event”, das uns als Beispiel dienen soll.

Sie könnten als Reaktion bzw. “consequence” sich demonstrativ auch nicht mehr bei der Freundin melden. Beim Reflektieren darüber, welche Annahme (”belief system”) Sie zu der Funkstille gebracht hat, kämen Sie vielleicht darauf, dass Sie denken, dass Ihre gute Freundin kein Interesse mehr an der Freundschaft hat.

Sie fragen sich jetzt, was dieses Ganze komplizierte Auseinandernehmen der Situation überhaupt soll? Letztendlich geht es darum, die eigenen, unbewussten Annahmen (”belief system”) zu hinterfragen.

Im Falle der Freundin könnten Sie noch einmal nachdenken, ob es wirklich realistisch und wahr ist, dass Ihre Freundin keinen Wert mehr auf die Freundschaft legt. Vielleicht hat sie ja einfach nur viel um die Ohren und ist völlig gestresst? In diesem Fall wäre als Reaktion eine aufmunternde Postkarte eventuell angemessener als die Funkstille.

Unsere oftmals unbemerkt ablaufende Bewertung der Situation (”belief system”) kann also einerseits großen Einfluss auf unsere Reaktion haben und andererseits maßgeblich mitverantwortlich für unsere Stimmungslage sein.

Je nachdem, welche Annahmen wir treffen, ist folglich etwas anderes wahr oder wirklich…