Archiv der Kategorie ‘Selbstmanagement’

Wissen wer anruft

26. September 2007

Nun werden sicherlich viele denken: “Natürlich weiß ich, wer anruft - steht doch auf dem Display meines Telefons.”

Bezogen auf mein Mobiltelefon stimme ich Ihnen da absolut zu.

Bei meinem Festnetztelefon sieht das allerdings etwas anders aus. Das Display zeigt zwar den Anrufer an, aber das sehr klein und in einem ungünstigen Winkel, der auf den ersten Blick schwer abzulesen ist.

Da mein Rechner meistens an ist, sorgt bei mir der kostenlose PowerISDNMonitor seit Jahren für eine gute Lösung dieses “Problems”. Alle Anrufe werden auf dem Monitor angezeigt. So erkenne ich schnell, ob die private oder die Geschäftsleitung klingelt sowie wer dran ist.

Neben Namen kann man sogar noch Fotos zuordnen. Außerdem gibt es diverse Statistikfunktionen.

Voraussetzung, damit das Programm läuft, sind eine ISDN-Karte, ein ISDN-Modem oder eine AVM Fritz!Box Fon mit Anschluss an den PC. Neben der Windows Version wird auch noch eine Linux Version angeboten.

Gute Vorsätze verwirklichen statt Schweinehund gewinnen lassen

20. September 2007

Vermutlich hat sich fast jeder schon einmal etwas vorgenommen, das dann nach anfänglicher Begeisterung im Alltag nach und nach versandet ist.

Beispiele dafür sind regelmäßig zum Sport gehen, Entspannungsübungen machen oder Beiträge für ein Weblog schreiben.

Damit in Zukunft Ihre guten Vorsätze bessere Karten haben und Ihr innerer Schweinehund häufiger mal verliert, habe ich ein paar Tipps zusammengetragen:

  1. Überlegen Sie sich noch einmal genau, welchen Nutzen Sie aus der Umsetzung Ihrer Vorsätze ziehen können. Welche Vorteile bringt es Ihnen z.B. regelmäßig Sport zu treiben. Halten Sie sich diese Vorteile anschließend möglichst bildhaft vor Augen. Spüren Sie also beispielsweise genau hinein, wie es ist, sich wieder gesünder und beweglicher zu fühlen und was das auch für Ihr geistiges Wohlempfinden bedeutet.
  2. Planen Sie das Vorhaben fest in Ihren Alltagsablauf ein. So gewöhnt man sich schneller daran und kommt nicht auf die Idee, dass man es ja auch noch später am Tag tun könnte. Eine Freundin von mir macht Ihre Entspannungsübung z.B. jeden Tag um 18 Uhr.
  3. Seien Sie realistisch mit dem, was Sie sich vornehmen. Lieber anfangs den Anspruch an sich selbst niedrig setzen. So ist es leichter erfolgreich zu sein und Erfolg spornt an. Misserfolge demotivieren hingegen.
  4. Schließen Sie wetten ab oder machen einen Wettkampf mit einem Freund daraus. Damit sichern Sie sich einen zusätzlichen Motivationsschub bzw. Anreiz von außen. ;-)
  5. Belohnen Sie sich für das, was Sie geschafft haben. Erfolge feiern macht nicht nur Spaß, sondern gibt auch noch einen neuen Motivationskick.
  6. Lassen Sie sich nicht von Ausnahmen verführen. Zu viele Ausnahmen machen, führt leider schnell dazu, dass das Vorhaben scheitert.
  7. Wenn Sie keine Lust mehr auf das Umsetzen Ihrer guten Vorsätze haben, überlegen Sie sich, woran dies liegen könnte. Lässt sich die Ursache beheben? Oder wäre ein leicht verändertes Vorhaben leichter für Sie umzusetzen? Beispielsweise wäre regelmäßig joggen gehen für mich die Hölle. Regelmäßig Inlineskaten würde mir aber sehr viel Spaß machen.

Diese Liste ist mit Sicherheit nicht komplett. Weitere Vorschläge nehme ich gern entgegen. ;-)

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Überlisten Ihres inneren Schweinehundes!

Entwicklungspotentiale finden

19. September 2007

Stärken sind etwas Feines, doch wenn wir richtig vorankommen wollen, sollten wir uns auch mit den Bereichen beschäftigen, in denen wir uns noch weiterentwickeln können.

Doch wo liegen unsere größten Entwicklungspotentiale verborgen? Oftmals verstecken sie sich hinter unseren Stärken. Wie das, fragen Sie sich nun vielleicht?

Was ich meine, lässt sich am leichtesten mit dem von Helwig 1967 entworfenen Werte- und Entwicklungsquadrat erklären:

Helwig geht davon aus, dass jede Tugend einen “Gegenspieler” benötigt, um im Gleichgewicht zu bleiben. Hat sie diesen nicht, wird es “zu viel des Guten” (um einmal eine Lieblingsredewendung von Schulz von Thun zu bemühen ;-) ).

Ist zum Beispiel die Stärke eines Trainers, dass er viel Struktur bietet, ist soweit noch alles in Ordnung. Fehlt ihm aber dabei die Fähigkeit, flexibel auf die Situation einzugehen, wird es zu viel Struktur. Das Seminar wird starr und der Fluss kommt ins Stocken.

Eine Entwicklungsrichtung für diesen Trainer wäre also flexibler zu werden und mehr auf das zu achten, was in der jeweiligen Situation gerade wichtig und nötig ist.

wertequadrat

Dabei sollte er aber seine ursprüngliche Stärke - also die Struktur - nicht aufgeben. Andernfalls würde er sich in Zukunft im Seminar nur noch von vorhandenen Impulsen steuern lassen und dabei sein Ziel aus den Augen verlieren.

Es ist also in etwa mit einem Ying Yang Zeichen zu vergleichen, das nur ganz und schön ist, wenn beide Seiten ausgeglichen sind.

In der Praxis ist es häufig so, dass wir, wenn wir etwas ganz besonders gut können, eine Tendenz dazu haben, den “Gegenspieler” stiefmütterlich zu behandeln. Der “Gegenspieler” versteckt sich sozusagen hinter unserer größten Stärke. Er steht also in ihrem Schatten.

Wen Sie Lust haben, schauen Sie doch einfach mal bei Ihren Stärken, ob da nicht vielleicht jemand hinter steckt, den Sie aus seinem Schattendasein erlösen können!

Eigene Stärken und Werte erkennen (2)

17. September 2007

Eine andere Strategie bei der Suche nach den eigenen Stärken und Werten ist, die Blickrichtung zu wechseln.

Schlüpfen Sie doch einfach mal in Rolle eines guten Freundes, einer Kollegin oder eines Sportkameraden. Was sind aus deren Sicht Ihre Stärken? Wofür schätzen die Sie?

Wenn Sie Lust haben, können Sie “in den Schuhen der anderen” auch laut über sich erzählen. Am leichtesten und lustigsten ist diese Übung zu zweit, da einer dann mitschreiben und nachbohren kann.

Wer die anderen später fragt, was sie tatsächlich denken, hat außerdem noch die Chance zu prüfen, ob die eigene Einschätzung und das Fremdbild übereinstimmen.

Eigene Stärken und Werte erkennen

14. September 2007

In einem Seminar habe ich einmal an folgendem kleinen “Experiment” teilgenommen:

Wir wurden gebeten uns bis zum nächsten Tag 5 reale oder fiktive Personen auszusuchen, die für uns in mindestens einer ihrer Eigenschaften ein Vorbild sind. Außerdem sollten wir notieren, welche Eigenschaft es ist, die wir an dieser Person bewundern.

Wenn Sie Lust haben, auch einmal dieses Experiment mitzumachen, dann sollten Sie hier jetzt aufhören zu lesen und sich zunächst Ihre persönlichen Vorbilder und deren besondere Eigenschaften überlegen. Den Begriff “Vorbild” können Sie dabei ruhig relativ locker definieren - es müssen also keine Personen sein, die für Sie in Ihrer gesamten Persönlichkeit ein Vorbild sind. Wenn Sie damit fertig sind, können Sie weiter lesen.

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Am nächsten Tag haben alle Ihre Vorbilder inklusive Eigenschaften den anderen vorgestellt. Als alle fertig waren, meinte der Trainer zu uns, dass dies die Eigenschaften seien, die uns persönlich ausmachten und die auch unseren inneren Werten entsprächen. Es war wirklich verblüffend, wie zutreffend einem das bei den anderen Teilnehmern vorkam. An den Gedanken, dass es auch bei einem selbst stimmt, mussten sich viele - ich inklusive - allerdings erst noch eine Runde gewöhnen. ;-)

Falls Sie sich nun neugierig sein sollten, welche Vorbilder ich mir ausgesucht hatte, ist hier die “Auflösung” (an Nummer 5 erinnere ich mich leider nicht mehr):

  • Momo, weil sie so gut zuhören kann
  • Pipi Langstumpf, weil sie sich von künstlichen Grenzen nicht beirren lässt
  • Die Möwe Jonathan, weil sie ihren eigenen Weg sucht und sich ständig weiterentwickeln möchte
  • Der kleine Prinz, weil er mit dem Herzen sieht

Und ja, ich hatte es eher mit den fiktiven als den realen Personen, da ich mit dem Begriff “Vorbild” damals nicht so viel anfangen konnte. ;-)

Später habe ich übrigens noch eine Abwandlung der Methode kennengelernt. Dabei sollte man sich 5 Personen aussuchen, die man überhaupt nicht mag und sagen, warum man sie nicht mag.

Die so gefundenen negativen Eigenschaften (z.B. “unzuverlässig”) wurden dann ins Positive umgekehrt (z.B. “zuverlässig”). Diese positiven Eigenschaften entsprachen dann den eigenen Stärken und Werten.

Was ist wahr und wirklich?

13. September 2007

Jeden Tag reagieren wir immer wieder auf neue und bekannte Situationen. Doch wie kommt unsere Reaktion eigentlich zustande?

Albert Ellis - ein US-amerikanischer Psychologe und Therapeut - war der Meinung, dass unsere Sichtweise oftmals fälschlicherweise verkürzt ist: wir nehmen an, dass wir vom aktivierenden Ereignis (A = activating event) direkt zu unseren emotionalen oder verhaltensmäßigen Konsequenzen (c = consequences) kommen.

Tatsächlich liegt aber noch ein Schritt dazwischen. Dies sind unsere Gedanken, Gefühle und Bewertungen (b = belief system).

Stellen Sie sich vor, eine gute Freundin hat sich schon über 2 Monate nicht mehr bei Ihnen gemeldet. Dies ist sozusagen das “activating event”, das uns als Beispiel dienen soll.

Sie könnten als Reaktion bzw. “consequence” sich demonstrativ auch nicht mehr bei der Freundin melden. Beim Reflektieren darüber, welche Annahme (”belief system”) Sie zu der Funkstille gebracht hat, kämen Sie vielleicht darauf, dass Sie denken, dass Ihre gute Freundin kein Interesse mehr an der Freundschaft hat.

Sie fragen sich jetzt, was dieses Ganze komplizierte Auseinandernehmen der Situation überhaupt soll? Letztendlich geht es darum, die eigenen, unbewussten Annahmen (”belief system”) zu hinterfragen.

Im Falle der Freundin könnten Sie noch einmal nachdenken, ob es wirklich realistisch und wahr ist, dass Ihre Freundin keinen Wert mehr auf die Freundschaft legt. Vielleicht hat sie ja einfach nur viel um die Ohren und ist völlig gestresst? In diesem Fall wäre als Reaktion eine aufmunternde Postkarte eventuell angemessener als die Funkstille.

Unsere oftmals unbemerkt ablaufende Bewertung der Situation (”belief system”) kann also einerseits großen Einfluss auf unsere Reaktion haben und andererseits maßgeblich mitverantwortlich für unsere Stimmungslage sein.

Je nachdem, welche Annahmen wir treffen, ist folglich etwas anderes wahr oder wirklich…

Festgefahren?

6. September 2007

Aus der Not eine Tugend zu machen, ist immer etwas Feines. Daher habe ich beschlossen meine Denkblockade bzgl. eines geeigneten Tagesthemas für diesen Blog einfach konstruktiv zu nutzen.

Vermutlich steckte beinahe jeder schon einmal in einem Ideenloch. Warum also nicht hier einfach ein paar Ideen zusammentragen, wie man da raus kommen kann?

Meine Vorschläge zum Auflösen von Denkblockaden sind:

  • Sich überlegen, was die Titelfigur der Lieblings-TV-Serie in diesem Fall vorschlagen würde (Wenn man keine Lieblingsserie hat: was der beste Freund vorschlagen würde)
  • Zitate zum Thema durchlesen und sich dabei inspirieren lassen
  • Buch / Artikel zum Thema lesen
  • Pause machen und später noch einmal dran setzen
  • Sich fragen, wie man als Kind dieses Thema gelöst hätte
  • Googeln
  • Ein Bild / eine Skizze / MindMaps zum Thema malen
  • Kreativitätstechniken wie Brainstorming, Kopfstand-Methode, etc. testen
  • Andere fragen, was sie tun würden
  • Einfach erstmal irgendetwas schreiben, damit sich die Blockade löst und sich später um den korrekten Inhalt kümmern
  • Den eigenen Druck / Anspruch reduzieren und sich klar machen, dass es nicht schlimm ist, wenn einem gerade nichts einfällt
  • Über das Thema meditieren
  • Duschen (da habe ich immer die besten Einfälle ;-))
  • Durch Sport oder Gymnastik den Kopf freibekommen und die Blockade lösen

Wenn Sie jetzt denken, dass da noch ganz viele Vorschläge fehlen, haben Sie sicherlich Recht. Ich würde mich über Ihre “Spende” an weiteren Tipps freuen!

Tippen mit 10 Fingern kostenlos online trainieren

3. September 2007

Gerade beim Tippen von längeren Texten wie z.B. Projektberichten und Hausarbeiten macht es sich bemerkbar, ob man das 2-Finger-Adlerauge-sucht-die-richtige-Taste- oder das 10-Finger-System verwendet.

Früher bei der Schreibmaschine kam es mir immer sehr mühselig vor, wirklich mit 10 Fingern schreiben zu lernen. Mit den heutigen PC-Programmen ist es da schon viel leichter.

Dennoch bleibt normalerweise der Aufwand des Findens eines geeigneten Programms und des Installierens. Mal ganz davon abgesehen, dass man auf dem Rechner seiner Firma meist eh nichts installieren kann oder darf.

Diese letzte Hemmschwelle umgeht das kostenlose Online-Training auf der Seite http://schnell-schreiben.de. Dort können Sie auch mal 5 freie Minuten nutzen und einfach zwischendurch ein wenig üben.

Also nichts wie ran an die Tasten! ;-)

Kostenloser, persönlicher Bewegungs-Coach

2. September 2007

Als typischer “Schreibtisch-Täter” vergisst man oft die Bewegung zwischendurch, was sich am Abend mit Verspannungen rächen kann.

Das Bundesministerium für Gesundheit schafft Abhilfe für dieses Problem:

Banner BewegungscoachEin kostenloser virtueller Bewegungs- Coach motiviert auf anschauliche und interaktive Weise zu mehr Bewegung.

Wem dies zu viel ist und wer nur ein paar gute Übungen für zwischendurch sucht, der kann sich fünf verschiedene Schreibtischübungen anschauen und auch ausdrucken.

Eine schöne Idee, wie ich finde…

Tagebuch der schönen Ereignisse

1. September 2007

Wenn wir schlecht drauf sind, neigen wir dazu, nur das Negative zu sehen.

Um sich dennoch immer wieder das Positive bewusst zu machen, kann ein Tagebuch der schönen Ereignisse helfen.

Dieses Buch sollten Sie am besten immer mit dabei haben, damit Sie, wenn Ihnen etwas Schönes widerfährt, dies gleich notieren können.

Einerseits lenken Sie so Ihre Aufmerksamkeit wieder gezielt auf die lichtvollen Momente Ihres Alltags und andererseits können Sie in dem Buch lesen, wenn Sie ein wenig Aufmunterung gut gebrauchen können.

 

“Wende dein Gesicht der Sonne zu, und du lässt die Schatten hinter dir.”

Aus Afrika